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| Der Bestseller unter den Nottingham Analogues. Ein Laufwerk, das Sie vergessen lässt, dass es sich ja eigentlich nur um eine Aufnahme handelt. Kein Kopfzerbrechen mehr über die ideale Stellfläche, eine Basis aus HDF wird für eine stimmige Tonalität gleich mitgeliefert. Nur logisch, dass er so beliebt ist. ... das Benz L04 passte dagegen um so besser. Jetzt entwickelte der Brite tollen Drive und einen besonders griffigen, vitalen und plastischen Mitteltonbereich. Der Nottingham setzte auf ein betont unkompliziertes Klangbild - nicht übertrieben weiträumig, dafür ganz nah dran an den musikalischen Grundwerten Melodie, Rhythmus und Dynamik. Es ist also nur logisch, dass das Spacedeck keinen Schalter besitzt - abschalten können Sie schließlich woanders Keep it simple and enjoy the music? Tom Fletcher fand für sein Laufwerk Spacedeck einfache Lösungen nicht billige, nicht halbgare, sondern: einfache. Das beginnt schon mit der Entscheidung für das Prinzip des Masselaufwerks. Wo kein Subchassis vorhanden ist, muss auch keines eingestellt werden und kann sich keines verstellen. Ich habe das Laufwerk von einem Rack ins Regal und vom Regal in ein anderes Rack umgesetzt und jedes Mal die wesentlichen Parameter überprüft. Nie hatte sich eine Einstellung auch nur um eine Nuance verändert. Hinzu kommt, dass sämtliche Justagearbeiten bei einem Masselaufwerk sehr viel einfacher sind, weil kein Chassis bei der Berührung ins Taumeln gerät. Das bedeutet natürlich nicht, ein Chassis-Laufwerk könne keine Musik machen. Aber bis man es in Form gebracht hat, braucht es doch etwas länger. Tom Fletcher behagt die Vorstellung, ein Motor reiße mit Bärenkräften an einem Plattenteller, überhaupt nicht. Wie aber hält man die Antriebseinflüsse möglichst klein? Er meint am Telefon: kein Motor wäre am besten; ein möglichst schwacher Motor sei die theoretisch zweitbeste und praktisch beste Lösung. Darum hat er den Spacedeck-Motor sogar so schwach ausgelegt, dass er sich ohne einen Impuls von außen nicht zu drehen beginnt, noch nicht einmal ohne Last. Erst nach einem kräftigen Schubs am Plattenteller nimmt der Motor seine Arbeit auf. Die Kraft reicht dabei gerade aus, den Energieverlust bei der Rotation zu kompensieren und die Sollgeschwindigkeit zu halten. Wer den Teller zum Halten bringen will, der stoppt ihn am Außenrand mit der Hand. Wie sich der Verzicht auf einen Schalter in der Praxis bewährt? Vorzüglich! Im Testbetrieb lief das Spacedeck-Laufwerk wochenlang anstandslos durch, das Plattenauflegen war auch beim drehenden Teller kein Problem, und einzig beim Umsetzen des Laufwerks auf einen anderen Untergrund und beim Tonabnehmerwechsel habe ich es gestoppt. Bewusst habe ich bei langsamer Klaviermusik darauf geachtet, ob die Sollgeschwindigkeit bei diesem minimalen Energieeinsatz vernünftig gehalten wird: Eine einmal angeschlagene Klaviersaite darf beim Ausklingen in der Tonhöhe nicht schwimmen das Spacedeck macht das vorzüglich, egal ob ein Meister wie Radu Lupu die Tasten streichelt oder Tori Amos auf sie eindrischt. Beim Spacedeck wird ein zum eigentlichen Betrieb nicht erforderliches Zubehörteil in Form einer Basis aus hochdichter Faserplatte, die auf vier soliden Gummifüßen steht, gleich mitgeliefert. Wetten, dass man sie dem Analogfan anderswo als definitives Tuning-Teil für 499 Mark extra unterschieben würde? Eigentlich könnte man das Laufwerk nämlich ohne diese Grundplatte auch direkt auf eine ebene Fläche stellen. Aber die Basis garantiert eine relative Unabhängigkeit vom Aufstellungsort. Im Vergleich zu vielen Laufwerksmimosen bleibt der Einfluss des gewählten Untergrundes hier hörbar kleiner. Auf einem Phonosophie-Rack klang es um eine Idee spritziger und dynamischer als auf einem stabilen Regalboden, der mit minimal größerer Ruhe im Klangbild für sich einnahm, aber audiophile Welten lagen nicht zwischen den beiden Varianten die Veränderungen spielten sich in einem Bereich ab, der dem Geschmack und nicht dem Qualitätsurteil zuzurechnen wäre. Das eigentliche Laufwerk besitzt Gummifüße und wird schlicht und einfach auf die Basis gestellt, genau wie der Motor. Antriebs- und Laufwerkseinheit haben damit nur noch zwei Verbindungen miteinander, nämlich die gemeinsame Stellfläche und den flexiblen Antriebsriemen. Der erstaunlich schwere Plattenteller besteht aus einer Sandwich-Konstruktion aus hochdichter Faserplatte und Grauguss. Um ihm Eigenklang auszutreiben, wird er von einem dicken Gummiring stramm umfasst. Tom Fletcher benutzt zur Erläuterung das Bild einer Glocke: Normalerweise klingt sie laut und hell beim Anschlagen, weil das Material schwingen kann; wird es daran gehindert, klingt die Glocke allenfalls kurz und dumpf und das Material beruhigt sich schnell. Die Plattenteller-Auflage zeigt entfernte Verwandtschaft mit Taucheranzügen ihr Spezialschaum stammt vom Neopren ab. Dabei ging es um einen Kompromiss zwischen hart und weich. Eine harte Ankopplung des Vinyls mache nur bei dem enorm aufwändigen Lager und Teller von Nottingham Analogues Spitzenmodell Sinn, klärt mich Hans Obels vom deutschen Vertrieb auf. Filz nehme dagegen dem Klang eine ganze Menge, sei aber gerade dadurch gnädiger gegenüber den kleinen Mängeln einfacher Plattenspieler. Für mich zeigt ein Detail wie die Spacedeck-Auflage, wohin die Ambitionen gehen: mehr Klang als bei der Fussel-Fraktion, aber eine Selbsteinschätzung mit Bodenhaftung, die auch die Grenzen des eigenen Produkts berücksichtigt. Ein Blick in den image hifi-Testspiegel macht klar: Vor uns steht das preiswerteste je von uns getestete echte Masselaufwerk. Der Interspace-Arm hat Neun-Zoll-Format ( anm. EV 10 Zoll ) und stellt eine klassische Einpunktlager-Konstruktion dar. Er besitzt einen Karbonschaft und eine ziemlich pfiffige Antiskating-Einrichtung mit Schiebegewicht und Hebelwirkung. Sein hängendes Gegengewicht mit einem Messinginlett zur Feineinstellung der Auflagekraft wäre noch praktischer, wenn es zumindest eine grobe Skala gäbe. Ich habe jedenfalls beim Einbau eines Tonabnehmers ziemlich lange hin- und hergeschoben, bis die Tonarmwaage den Sollwert zeigte, weil mir beim Verstellen des Inletts manchmal das komplette Gegengewicht aus der Position geriet. Ich finde den Arm, um einen ersten Höreindruck vorwegzunehmen, im Zusammenspiel mit dem Spacedeck richtig gut und jede Empfehlung wert. Trotzdem bieten die toleranten Vinylfans aus der Stadt Robin Hoods auch Basen für Leute an, die mit einem Produkt von Linn, Rega, SME oder einem anderen Hersteller anbändeln wollen. Ja, sie leisten sogar der Promiskuität Vorschub: Wer will, kann den Motor auf die Sieben-Uhr-Position der Grundplatte stellen und für die Zehn-Uhr-Position eine weitere Tonarmbasis erwerben und zwei Arme um seine Gunst werben lassen. Gibt es so viel Freiheit sonst noch wo? Sicher, aber nicht für 3000 Mark. Beim deutschen Vertrieb bietet man Spacedeck und Interspace-Arm zusammen mit einem Benz MC Gold im günstigen Setpreis an. Diese Kombination habe ich über mehrere Wochen gehört, und ich empfehle sie sehr kraftvoll und packend, souverän und geschlossen spielte das Team auf. Um aber eine Aussage über die Qualitäten von Laufwerk und Arm allein machen zu können, wollte ich einen Abtaster betreiben, dessen Eigenschaften ich besser kenne. Mit dem Preiswunder Benz MC Gold erschien die Raumabbildung etwas verengt, und der Hochtonbereich, also gerade die Heimstatt der von mir verehrten Damen wie Elisabeth Schwarzkopf oder Christa Ludwig, klang nicht ganz so frei, wie ich es vor einigen Monaten beim Amazon 2 erlebt und in image hifi 1/2001 beschrieben hatte. Im Mørch-Arm hatte ich damals das Lyra Lydian wegen seines offenen und neutralen Klanges schätzen gelernt. Also habe ich selbstlos und nur darauf bedacht, die Wahrheit über das Spacedeck herauszufinden beim deutschen Scan-tech-Vertrieb ein Lyra Lydian entliehen. Ein kleiner Schritt nach vorn? Ein großer? Spacedeck und Interspace-Arm haben mich im Zusammenspiel mit dem Lyra Lydian jedenfalls nicht mehr nur überzeugt, sondern begeistert. Neben die für ein Masselaufwerk typische Ruhe und Basskontrolle traten ein erweiterter Dynamikbereich und, vor allem, ein vorzüglich aufgelöster Hochtonbereich. Und wo kann man den überzeugender erleben als bei einem Duett der beiden faszinierendsten Sängerinnen der sechziger Jahre? Christa Ludwig und Elisabeth Schwarzkopf bilden im „Recordare“ der Verdi-Requiem-Aufnahme von Giulini ein wohl nie wieder zu übertreffendes Traumteam. Die EMI-Aufnahme ist gar nicht unbedingt audiophil, aber was ich jetzt über das Spacedeck höre, macht glücklich: zwei mehr oder weniger parallel, in zwei Takten sogar identisch geführte Frauenstimmen, die man nicht nur in jedem Moment genau einer Person und ihrem Standpunkt zuordnen kann, obwohl sie sich die linke Bühnenhälfte teilen müssen, zwei Stimmen zudem, deren individuelle Eigenschaften überzeugend zur Geltung kommen hier Schwarzkopfs fragilere, beweglichere, aber auch durchschlagendere Stimme, dort Ludwigs anmutige Natürlichkeit. Dabei frappiert die Stabilität der Wiedergabe: Ein Leiserwerden der Mezzosopranistin wird auch dann nicht zugedeckt, wenn die Sopranistin lauter wird. So verdient sich ein Laufwerk die höheren Weihen. Wir können auch anders, sagt die Kombination, und schiebt mir anlässlich der „Explosion im Festspielhaus“ von den Einstürzenden Neubauten punktgenaue und dann weit in den Raum hineinwabernde, ultratiefe Bässe ins Zimmer. Das kriegt so souverän kein Subchassis-Spieler der Welt zum vergleichbaren Preis hin, denke ich für mich. Moment mal, gelten Einpunktlager-Konstruktionen wie der Interspace-Arm nicht eigentlich als etwas verzärtelt, wenn’s darum geht, ganz tief unten ganz fest hinzulangen? Interspace packt ohne Zögern drauf, wenn das Stück zum Ende hin dichter wird, und haut mir das Gegenteil um die Ohren. Lektion verstanden, Vorurteil abgelegt. Und nie wieder etwas über eine leicht verengte Raumdarstellung! Wenn ein Laufwerk es schafft, dass man beim Musikhören auf jedes Schallereignis mit dem Finger zeigen kann, dann gehört es wirklich in den Bereich der Geschmacksfragen, ob das auch weit außerhalb der Lautsprecherbreite noch unbedingt möglich sein muss. Ich würde sagen: Nur dann, wenn man dafür nicht eine Platte weniger kaufen muss. Am meisten gefällt mir aber, dass Tom Fletcher mit dem Spacedeck etwas möglich macht, das sonst den großen, teuren Dickschiffen unter den Laufwerken vorbehalten bleibt: Ruhe und Stabilität bei fetten Blechbläsereinsätzen, riesigen Streicherapparaten und mächtigen Kesselpauken. Die renommierten Hundertschaften aus Amsterdam, Wien oder Berlin kamen mit Bruckner, Brahms oder Berlioz wunderbar souverän und wackelfrei über die Lautsprecher! Das Nottingham Analogue MM1 ist ein Moving-Magnet-Tonabnehmer einfacher Bauart (Einzelpreis 398,- Mark), das beim Einbau keine Rätsel aufgibt. Ein unbekümmertes Hörvergnügen war nun angesagt. Das MM1 spielt locker und frech drauflos, lässt es grobdynamisch richtig krachen und bietet ein pralles Musikgeschehen. Das dabei ein bisschen Feindynamik auf der Strecke bleibt, die Auflösung recht grobkörnig und mehr Präzision machbar ist, schert niemanden - der Spaßfaktor ist einfach zu groß! |
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| Technische Daten
Maße B x H x T (incl. Tonarm): Sehr günstige Paketpreise finden Sie unter PREISE |
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| Spacedeck spielfertig mit Spacearm und Benz Silver: Linkes Bild gut sichtbar, Fletchers Spacemat - rechtes Bild mit Acryl-Staubschutz. In den Fotos hier noch die alte Spacedeck-Version. | ||||||||||||
| Der Sandwich-Aufbau: -HDF-Stellfläche -höhenverstellbare Aluminiumbasen -HDF-Chassi mit eingelassenem Bronzelager -bedämpfter Aluminiumteller samt Laufwerkachse -getrennter Motor. |
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Bringen Sie Ihren Spacedeck einen gewaltigen Schritt näher an den Hyperspace. Gezeigt hier noch in der alten Version, die 2003er Ausführung kommt natürlich noch eindrucksvoller daher. |
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| Schritt 1: Man nehme die Spacemat vom Plattenteller und setze den neuen Adapter auf die Laufwerksachse. | ||||||||||||
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| Schritt 3: Gleichen Sie nun die Höhendifferenz durch den mitgelieferten Adapter bei Motor und Tonarmbasis aus. ... Fertig! | ||||||||||||
| Das Resultat kann sich "nicht nur sehen" lassen: Hat man sich an der noch massiveren Optik sattgesehen - offenbart sich ein Höchstmaß an Souveränität: Der Bass noch konturierter, eine klare Steigerung in jeder erdenklichen Form... Insgesamt wirkt das Laufwerk kraftvoller, der Klang noch geschlossener. Fazit: Das Upgrade-Kit macht aus dem Spacedeck, speziell in der 2003er Version, ein neues Laufwerk - verbessert Tom Fletchers großen Wurf nochmals ohne Wenn und Aber! |
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