Reference Mono - Endverstärker
Für über 20 Jahre war Tim de Paravicini´s E.A.R. Markenname gleichbedeutend mit Röhrenverstärkern von legendärer Qualität und Zuverlässigkeit. Klassiker wie die Endstufen der 500er Serie, die Vorverstärker 802, der G 88, der aus neuerer Zeit stammende Vollverstärker V 20 und seine Brüder 859 und 834 sind weltweit hochgelobte und von der Fachpresse ausgezeichnete Geräte.
Nun hat Tim de Paravicini seit Anbeginn der Transistorzeit allerdings Schaltungen in Halbleitertechnik designed, aber nie unter eigenem Markennamen produziert. Nachdem er in Zeiten der Transistordominanz mit der Tradition der meisten anderen Firmen gebrochen hat und Röhrenverstärker herstellte, bricht er jetzt mit seiner eigenen Tradition und stellt Transistorverstärker her.
Keine Sorge, der berühmte Paravicini-Klang geht nicht verloren. Tim ist der einzige uns bekannte Entwickler, der den seine Vorstellung von gutem Klang mit Transistoren oder mit Röhren gleichsam erreicht.
Die PARAVICINI M 100 A sind: A Class Single Ended Transformer Coupled Amplifiers, wie auf der Frontplatte zu lesen ist.
Es handelt sich also um Monoblöcke in Single End - Technik mit 100 Watt Ausgangsleistung in reiner Class A - Schaltung. Die Ausgänge sind mit verschiedenen Abgriffen über mächtige Ausgangsübertrager perfekt an die Impedanz Ihres Lautsprechers anpaßbar.
Die Class A - Technik sorgt dafür, daß die Ausgangstransistoren nie ganz stromlos werden, es gibt keine Übernahmeverzerrungen und da der Arbeitspunkt exakt in der Mitte des linearen Teils der Kennlinie liegt, treten gerade bei kleinen Signalen die geringstmöglichen Verzerrungen auf.
Die Single Ended - Technik ist höchst ungewöhnlich für Transistorverstärker. Ohne die Kombination mit einem Ausgangsübertrager wäre diese Technik sehr uneffizient und es wäre sehr schwierig sie stabil zum Arbeiten zu bringen. Hierbei ist die Qualität des Übertragers entscheidend für den Klang. Allein der Name des Designers Tim de Paravicini gibt uns allerdings die Sicherheit es mit einem Bauteil höchster Güte zu tun zu haben. Der Materialaufwand bei 30 kg Gewicht spricht für sich selbst. Wie auch in der Röhrentechnik ergibt sich aus dem Design in Single Ended mit Ausgangsübertrager die höchstmögliche Sauberkeit, Klarheit und Störungsarmut. Auch bei den kritischen niedrigeren Pegeln.
Der höheren Wärmeentfaltung der Verstärker in Class A Technik wurde nicht mit ausufernden Kühlrippen begegnet, sondern die Verstärker werden durch einen simplen, aber durchdachten Aufbau gekühlt. Inwändig, sowie außen durch die angesetzten Vierkante entsteht ein Kamineffekt, der auf völlig geräuschlose und platzsparende Art den Verstärker kühlt. Eine wesentlich elegantere Lösung als große, oft scharfkantige Kühlrippen oder als sogar meist lärmende Ventilatoren.
Mit den benötigten Spannungen werden die Endstufen versorgt duch das eingebaute Choke - Netzteil. Netzschwankungen und Verunreinigungen werden hier sehr wirksam unterdrückt. Der ersten Spule folgt hier eine Kondensatorbank, eine zweite Induktivität sowie eine Vielzahl weiterer Elkos. Der enorme Aufwand - die mächtigen Drosseln sind um ein Mehrfaches teurer als eine Unmenge noch so schneller Elkos - ergibt garantiert eine Restwelligkeit von nur noch 0,3 Millivolt sowie die Energiespeicherung von 200 Joule - Werte, die selbst mit Kondensatorbatterien vom doppelten Volumen einer M 100 A nicht zu erreichen sind.
Die Paravicini M 100 As sind mit großem Abstand die besten Verstärker, die wir je das Vergnügen hatten hören zu dürfen. Auch in noch höheren Preisbereichen. Überzeugen Sie sich selbst.
Testauszügeaus IMAGE HIFI 4/2001 von Dirk Sommer.
Die Paravicini Monos verwöhnen jetzt mit jeder Menge Groove, Farbenpracht und Sinnlichkeit. Diese Amps haben einfach Charakter. Sie umgeben die Musik mit ihrem ganz speziellen Flair.
Anders als viele andere High -End -Boliden verzichten sie nonchalant aufs allerfeinste Detail, streben nicht nach grenzenloser Akribie. Der musikalische Fluß einer Darbietung ist es doch in allererster Linie, worauf es ankommt., scheinen die Verstärker dem Zuhörer beständig zu suggerieren. Wer wollte da widersprechen? Ich jedenfalls nicht, denn so genußvoll, entspannt und dennoch so emotional ansprechend wie die de Paravicini Kreationen hat mir keine andere Vor-/Endstufenkombination selbst wohlbekannte und eigentlich schon viel zu oft für Tests missbrauchte Scheiben nahe gebracht. Damit wir uns nicht falsch verstehen: 312 und M 100 A unterschlagen selbstverständlich keinerlei Informationen.
Die de Paravicinis setzen bei der Reproduktion von Musik einfach etwas andere Schwerpunkte als die Mehrzahl der transistorisierten High-End- Kollegen. Aber gerade das macht sie ja - neben allen technischen Besonderheiten - zu absoluten Ausnahmeerscheinungen!
|
|