Vollverstärker:
Magnum
Nimis
Ensemble
Seamus
Shine
Vertigo
ACTION
Vorverstärker:
Harmony
Endverstärker:
Renaissance
Sonstiges
CD
Pride
Tuner Onda
Phono Brio
Shine
Technische Daten

Röhren: 2 x AX7BH, 2 x 12BN7A, 4 x 5881 / 6L6GC
Neue Röhrenbestückung! Fotos noch mit Oktalröhren.

Eingänge: 5 Hochpegel

Ausgänge: 1 Record

Eingangsimpedanz: 50 Kohm

Ausgangsimpedanz: 6 ohm

Frequenzband: 20 Hz - 20 KHz

Ausgangsleistung: 40 Watt

Konfiguration: Pentode

Maße B x H x T:
320 mm x 160 mm x 220 mm

Fernbedienung
Infrarot

Gewicht
10 kg

Ahornversion gegen Aufpreis lieferbar.

Pentoden- Vollverstärker mit Fernbedienung

Der Komfortable
Diese elegante Augenweide ist mit stromstabilen 2x 40 Watt Ausgangsleistung für jeden Lautsprecher der passende Impfstoff gegen gepflegte Langeweile. Neu beim Shine ist die Belegung seiner Frontseite: Die Lautstärke wird mit einem hochwertigen Motorpoti bedient. Die Balance wählt Regler Nummer Eins und der Dritte ist für die Quellenwahl.
Klanglich ist dieser Röhrenamp eher etwas satter und vollmundiger im Klang, als zum Beispiel sein etwas stärkerer Kollege Seamus. (Der typische Unterschied von EL84 & 5881 bzw. 6L6).

Ausstattung:
Den Komfort via Fernbedienung (Standy, Volume,Mute) müssen wir hier sicher nicht näher beschreiben. Nur soviel: Es ist sehr schwer, sie wieder loszulassen. Kein schnödes Plastik sondern ein synthesistypisch handschmeichelnd geformtes Gerät in Echtholz. Rot oder Klavierlack schwarz. Anschlußmöglichkeiten wie üblich.

Handling:
Anschließen - Musik genießen. Kleine Empfehlung: Falls Sie am folgenden Morgen früh raus müssen, stellen Sie sich lieber einen Wecker auf 2:00 Uhr. Sie würden sonst die Zeit vergessen.

Gallerie siehe unten links:
Manche Dinge kann man drehen und wenden wie man möchte, sie bleiben was sie auf den ersten Blick versprechen:

Hervorragende, zum Teil NOS Röhrenbestückung,
hochwertige Keramiksockel - der Röhrenaustausch ist hier ein Kinderspiel, kunstvoll abgerundete Holzkanten (Rückseite!) und eine perfekte Verchromung tragen zum wertigen Gesamtbild bei.

Testauszüge:

STEREO 5/2002 von Udo Pipper:

"... Einschalten - Zuhören - Emozione! So bringt der Synthesis-Prospekt das Hörerlebnis mit einem Vollverstärker wie dem Shine auf die einfachste Formel. Die Emotionen erreichen den Konsumenten bereits beim Auspacken. Die Verarbeitung des in schwarzem Hochglanz polierten Vollverstärker ist wirklich vom Feinsten: Verchromte Trafodeckel, lackierte Vollholzzargen sowie massive und schwergängige Potiknöpfe tun ihr Übriges. Allein die schicke Fernbedienung, ebenfalls hochglanzlackiert, ist eine Augenweide."

"... Geliefert wird das Schmuckstück übrigens in einer massiven Holzkiste. Alle Achtung!
Zum Klangtest ließen wir die Schönheit natürlich gegen den weitaus schlichteren, aber höchst audiophilen 4040-Vollverstärker aus dem Hause Lua angetreten. Eine schwierige Hürde, wie sich herausstellen sollte. Zunächst müssen wir nochmals darauf hinweisen, dass sich angesichts der bescheidenen Leistungsmöglichkeiten die Kombination mit einem wirkungsgradstarken Lautsprecher empfiehlt. Wir entschieden uns daher für Luas Con Fuoco. Der Synthesis Shine entlockte der eher straff tönenenden Box einen unglaublichen sahnigen Punch.

Besonders im Tiefbass liefert der kleine Verstärker einen ungewöhnlich satten Druck, der auf die Magengrube zielt. Da hat selbst der Lua das Nachsehen. Es macht wirklich auf Anhieb ungeheuer Spaß, mit dem Shine zu hören. Eine typische Röhre, die vielleicht nicht absolut neutral , dafür aber umso mitreißender und leidenschaftlicher klingt: fetter Grundton, eher warme Klangfarben und Höhen, die leicht gedämpft wirken. Ganz anders dagegen der Lua. Die vier EL-34-Kolben klingen weitaus linearer, dafür aber auch straffer und sachlicher.* Rythmisch spielen beide gleichsam mitreißend und agil.
Der Shine ist der absolute Tipp für Nostalgische Röhrenfans,die es etwas schmelziger mögen."

Stereo-Fazit:
"...Einfach unglaublich, mit welch hoher Verarbeitungsgüte und stilsicherer Gestaltung der kleine Italiener aufwartet. Der Shine ist dabei so kompakt, dass er in jedem noch so kleinen Rack einen Platz finden wird. Die optische Anmut ist zudem außergewöhnlich. Dabei liefert das Schmuckstück klanglich ein ultrafettes Pfund und macht zumindest im Tiefbass den Allergrößten Konkurrenz. Eine Röhre zum Verlieben, die Gourmet-Kost für die Retro-Welle ist."

Preis/Leistung: SEHR GUT, 3 Sterne

(* Anmerkung EnVogue 24: Sehr richtig, das liegt in der Natur der Röhren. Anhängern der etwas strafferen Gangart sei hier der Synthesis Seamus mit ECC82 / EL34 ans Herz gelegt!)


AUDIOphile 2/2002 von Johannes Maier:

"... Die in Morrovalle (südlich von Ancona, Provinz Macerata) tätigen Italiener bewiesen nicht nur bei der Gestaltung, sondern auch bei der Röhrenbestückung des Shine erlesenen Geschmack. So erledigen nicht etwa die allüblichen ECC 81, 82 oder 83 die Geschäfte der Vorverstärkung. Synthesis kaufte lieber die wesentlich teureren Philips 6SN7 aus amerikanischen NOS-Lagern ein (New Old Stock). Wobei diese Doppeltrioden schon mit ihrer physischen Größe auf eine höhere Aussteuerbarkeit hindeuten. Die Zusatzbezeichnung JAN für Joint Army Navy verrät im übrigen, dass es sich um besonders robuste Militär-Ausführungen handelt, denen eine hoher Grad an Zuverlässigkeit attestiert werden kann.

Auch bei den Endröhren fiel die Wahl nicht auf die gemeine, anfangs der 50er in Mode gekommene EL 34, sondern auf die etwas zartere, 1936 von RCA entwickelte 6L6, also gewissermaßen aufs Original. Um den Preisrahmen nicht zu sprengen, kam nun aber NOS-Ware nicht mehr in Frage. Von Sovtek frisch eingebrannte 6L6, Ausführung WGC, mussten reichen. Da diese aber auch ein so renommierter Hersteller wie Marshall zum Einsatz in seinen Gitarren-Amps hernimmt, könnten sie auch für HiFi-Fans durchaus die Richtigen sein. Zumal Synthesis sie auf eine doppelseitig kupfer-geäderte Epoxyplatine stellte, wo ihnen feine Folienkondensatoren die Musikschwingungen und Präzisionsstrimmer die passende Gittervorspannung reichen. Von den Italienern selbst gewickelte Ausgangstrafos wandeln schließlich die großen Spannungshübe auf das eher stromlastige Boxenformat um. Und da die Creme de la Creme der Gitarren-Amp-Bauer schon lange bei Synthesis (genauer gesagt unter dem Label "Fase") solche Übertrager zukauft, darf der Fan davon ausgehen, dass die Umspannung mit maximalem Knowhow geschieht."

"... Zeichen der Zeit: Synthesis verbindet gute alte Röhrentechnik mit edlem, modernem Design. ... Nach alter Väter Sitte: Die Eingangswahl erledigt der Shine mit einem herzhaft rastenden Drehschalter mit Federkontakten. Die Balance-Einstellung erfolgt ebenfalls in Stufen. Das Lautstärkepoti besitzt aber einen Fernbedienungs-Servomotor."

"... Hatte der Shine vor Tagen in den Mitten nicht etwas fahl und milchig agiert? Von knorrig-erdig bis zum silbrigen Blitzen, vom liebevollst geschilderten Anstrich einer Geigensaite bis hin zur luftig-majestätischen, ruhigen Gesamtschau eines Orchesters: Jetzt hieß es Donnerwetter, der Shine schien ja einer der großen Klangfarben-Künstler unter den Röhren zu sein."

FAZIT: "Appetitlich-schöner und dabei betont ,mild-flüssig klingender Röhrenverstärker italienischer Provenienz. Obwohl die Ausgangsleistung für das tägliche Leben reicht, käme es aber eine Vergewaltigung des Shine gleich, betont impedanzkritische Boxen anzuschließen."

Bewertung: Championsleague 3 Sterne

"Daten und Messwerte
Verarbeitung:
Wertiger mechanischer Aufbau mit lackiertem Chassis, das von einem Holzrahmen getragen wird.

Röhrentypisch gutmütig verhält sich der Shine im Messlabor. So zeigt das Klirrspektrum neben etwas Brumm zügig abfallende, harmonische Oberwellen. Die Leistung reicht sogar für gehobene Lautstärke an Normalboxen aus."

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